SWS Drehgestelle - WAGI Museum Schlieren

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So 16.Dez / 14-18 Uhr
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Herzlich Willkommen im Museum der Schweizerischen Wagons- und Aufzügefabrik AG Schlieren
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SCHLIEREN Drehgestelle

Die ersten Drehgestelltypen wurden von  von der SWS erstmalig im Jahre 1913 für einen von der BBC Baden  bestellten Lokomotivtransportwagen (P 93542) eingesetzt. 1914 folgte ein weiterer Einbau dieses Drehgestells für einen Tiefladewagen bestellt von der Maschinen Fabrik Oerlikon MFO. Als letzter wurde der Tiefladewagen (Oa/O 74771) welcher 1926 an die SBB ausgeliefert wurde,  mit dem SWS 13 Diamond Drehgestell ausgerüstet.

Typ SWS l


Bis 1932 wurden mehrheitlich die Drehgestelle der Bauart SWS l verbaut. Mit genieteten Rahmen und querstehenden Balttfedern waren sie eine weiterentwicklung der preussischen Regelbauart. Sie wurden unter Bahnwagen mit Holzkasten und später den Stahlwagen eingesetzt.

Typ SWS 32

Ab 1932 wurde für die schweren Stahlwagen der Polsterklasse das SWS l  Drehgestell weiterentwickelt. Sie besassen nun längsgestellte Blattfedern un ebenfalls genietete Rahmen. Das SWS 32 Drehgestell bewährte sich als vorläufer für das ab 1932/33 ebenfalls entwickelte SWS  ll Drehgestell.

Typ SWS ll

Als die SBB 1932/33 begannen, geschweisste Reisezugwagen zu beschaffen, entwickelte die SWS dafür das geschweisste Drehgestell SWS II. Bei diesen Drehgestellen wurde auf den unteren Wiegebalken und die quergestellten Doppel-Blattfedern verzichtet. Stattdessen wurde der Wiegebalken auf längsgestellte Blattfedern gelagert, die mittels Langschaken pendelnd an den Langträger des Rahmens aufgehängt wurden. Eine weitere Neuerung  bestand darin, dass auf die Führung der Achslager durch Achshalter verzichtet wurde. Die kärftigen Schraubenfedern wurden über Mitnehmer gestülpt, die mit dem Drehgestellrahmen fest verbunden waren und oben an  den Federn eng anlagen.

Typ SWS II L


1937 setzte die SBB die ersten Leichtstahlwagen  in Betrieb. Für diese Wagen wurde von uns das Drehgestell SWS II L entwickelt. Dessen Federungskonzept entsprach weitgehend dem der Vorgängerbauart. Zusätzlich kamen bei diesen Drehgestellen hydraulische  Dämpfer - sowohl bei der Achslagerfederung als auch zwischen Drehgestellrahmen und Wiegebalken zum Einsatz. Trotz dieser Zusatzeinrichtungen konnte auf Grund konsequenter Leichtbauweise das Gesamtgewicht der Drehgestelle auf 3,6t reduziert werden.

Typ SWS 44

Das 1944 entwicklete Drehgestell SWS 44 war für meterspurige (1000mm) Bahnwagen konzipiert. Es kam für Auslieferungen an die  Mitteleinstiegwagen der Rhb, LEB oder der BD zum Einsatz. Des weiteren wurde es als Ersatzdrehgestell für die Wagen auf Holzkastenbauart der FO oder der BVZ eingesetzt. Wie auch das SWS ll Drehgestell war es mit querstehenden Blattfedern konzipiert. Produziert wurde es bis 1957.

Typ SWS 47

Die Drehgestelle der Bauart SWS 47 wurden für die damaligen Mitteleinstiegwagen der Rhätischen Bahn RhB Nr. 1221 - 1222 und 2321 - 2333 verbaut. Sie waren wie das SWS 44 dementsprechend für die Meterspur ausgelegt. Sie besassen querstehende Blattfedern wurden aber später auf Schraubenfedern umgebaut. Produziert wurden sie während rund 2 Jahren bis 1949.

Typ SWS 50

Beim Drehgestell der Bauart SWS 50 handelt es sich um ein 1950 erstmals verbautes Drehgestell für die damals in Schlieren gebauten RIC Wagen A der BLS. Später auch für die SBB RIC Wagen A und B Tes Typ "Schlieren BLS". Sie wurden im Zeitraum bis 1957 gebaut und erhielten ab 1971 Schraubfedern.

Typ SWS II LS

Das 1952 erstmals verbaute Drehgestell vom Typ SWS ll LS galt insgeheim als Vorstufe für das SWS 56 welches später unter den Leichstahlwagen der  SBB (B4ü 2271 - 2280) verbaut wurde. Es war eine Weiterentwicklung des  SWS ll L Drehgestells. Bei diesem Drehgestell kamen bereits  Schraubenfedern zum Einsatz. Gebaut wurde es während einem Jahr.

Typ SWS 55

Diese Drehgestelle wurden 1955 unter insgesamt vier, für Brown Boveri &  Cie. (BBC) gebaute, sechsachsige Tiefladewagen verbaut. Es handelte sich um ein geschweisstes Drehgestell mit Scheibenrädern.

Typ SWS 56 (EW l)


1956 lieferte die SWS das Drehgestell SWS 56 EW l. Dieses mit Schraubfedern ausgestattete Drehgestell wurde für die neubestellten Einheitswagen EW l konzipiert, Verbaut wurde es auch unter den EW ll-D sowie dem DZt. Das SWS 56 wurde in grossen Stückzahlen bis 1981 hergestellt und verbaut.

Typ SWS 65 (EW ll)

Ab 1965 wurde für die Einheitswagen EW ll das SWS 65 (EW ll) hergestellt.

Typ Schlieren Typ 70 K

Für Internationale Reisezugwagen mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h

Typ Schindler / Schlieren 76


In Gemeinschaftsarbeit entwickelten Schindler Wagon Pratteln und die SWS das Schnellfahrdrehgestell «Schindler/Schlieren 76», das für Geschwindigkeiten bis 200 km/h ausgelegt ist. In den Werkstätten in Schlieren wurden zwei Paar Prototypdrehgestelle angefertigt und bei einem  RIC-B-Wagen und einem Messwagen der SBB eingebaut.



Museum
Schweizerische Wagons- und
Aufzügefabrik AG Schlieren

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